Erst mal ankommen, sich gechillt im Stadtteil umschauen. Wo sind Geschäfte? Wie kommen wir am besten in die Stadt? Am Kiosk kann man Tickets für die Tram kaufen. Eine halbe Stunde koste 4 Kuna, das sind gerade mal 53 Cent. Wer da mit dem Auto in die Stadt fährt, ist selbst schuld. Zumal die nächste Tram-Station gerade mal 2 Minuten zu Fuß entfernt war.

Lara hat uns rumgeführt. Als erstes „Highlight“ kamen wir an eine katholische Kirche, mit seltsamer Architektur. An wen oder was erinnert Euch das Gebäude denn? Für uns war schnell ein „Spitzname“ gefunden, mit dem auch Ben was anfangen konnte: Lord Vader! Info

Jedenfalls war somit von Anfang an unser „Orientierungspunkt“ gesetzt. 

Überall im Stadtteil präsent: der lokale Fußballclub Dinamo Zagreb. Die spielen aktuell in der Champions League. Tickets für das Spiel gegen AC Mailand am kommenden Dienstag hab ich leider nicht bekommen. (Das Spiel ging übrigens 0:4 aus). Insofern war die Lärmbelästigung mäßig.

Mit der Tram in die Stadt

Nachmittags stand die Innenstadt auf dem Programm. Mit der Tram ging´s zunächst zum Hauptbahnhof (Glavni Kolodvor). Aus zwei Gründen ein hervorragender Startpunkt für einen Bummel: das „Grüne Hufeisen“ und das „Esplanade“.

Das war dann auch eines unserer ersten Highlights. Den kleinen Bericht hierzu hab ich euch hier rechts verlinkt. 

Donji Grad - die Unterstadt

Der zentrale Stadtbezirk in Zagreb. Die meisten Haupteinkaufsstraßen befinden sich hier. Bekannt ist wohl das Grüne Hufeisen (Zelena potkova). 

Den Weg vom Hauptbahnhof zum „Herz Zagrebs“ dem „Ban-Jelačić-Platz“ schafft man in gut 10 Minuten zu Fuß. Er ist der Verkehrsknotenpunkt der Tram. Der Markt und die Oberstadt liegen fußläufig. Auch zum Kaptol mit der Kathedrale ist es nur um die Ecke. Aber dazu später mehr. Zeit ein wenig bei einem netten Kaffee die Atmosphäre zu genießen. Auf dem Platz findet ihr die Reiterstatue des Namensgebers und dem Manduševac Brunnen. 

Er hat eine große historische Bedeutung und der Legende nach wurde Zagreb nach ihm benannt. Manduševac ist mit Symbolen als Quelle auf dem Wappen der Gespanschaft Zagreb dargestellt.

Die Wasserquelle  existiert seit der Antike im Bereich des ehemaligen Jahrmarkts Harmica unter den Mauern des alten Zagreb (das aus zwei Städten bestand – dem heutigen Kaptol und Grič). Jahrhundertelang diente er den Einwohnern von Zagreb als Wasserquelle. Der Legende nach traf das schöne Mädchen Manda an diesem Brunnen einen Ritter, der sie um Wasser bat. Er sagte zu ihr „Mando, Baby, nimm etwas Wasser“. Zagreb und Manduševac wurden nach diesem Sprichwort benannt.

1898 wurde Trg Ban Jelačić rekonstruiert und gepflastert, und Manduševac wurde dabei begraben. Im Laufe der Zeit geriet seine Position in Vergessenheit. Deshalb war die Überraschung groß, als Manduševac 1986 beim Wiederaufbau des damaligen Platzes der Republik (heute Ban-Jelačić-Platz) wiedergefunden wurde. Manduševac war nicht im ursprünglichen Plan für die Anordnung des Platzes enthalten, aber auf Wunsch der Öffentlichkeit nach der Entdeckung von Manduševac wurde der Plan geändert und seit 1986 existiert Manduševac wieder.

Der kroatische Historiker Krčelić hat ein interessantes Ereignis aus dem Leben des seligen Augustin Kažotić aufgezeichnet.

1312, als die Kathedrale gebaut wurde, gab es eine große Dürre. Dann wurde durch die Fürsprache des seligen Augustin Kažotić – des damaligen Bischofs von Zagreb – eine Wasserquelle zum Sieden gebracht, das heutige Manduševac. Später war Kažotić Bischof in Lucera, wo sich auch seine Reliquien befinden. Ein Teil seiner Reliquien wird in der Kathedrale von Zagreb aufbewahrt.

Quelle: Wikipedia

Frisch gestärkt ging´s zum Kaptol mit der Kathedrale. Leider wegen Erdbebenschäden nicht betretbar. Zuvor wurden wir von der Stadt „Willkommen“ geheißen. „Zagreb Welcomes You“ bietet eine tolle Perspektive der Stadt. An einer Ecke findet man eine Kugel, die auf vielen Sprachen die Besucher begrüßt.

Die Kathedrale ist das Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Auf ihrem Vorplatz, dem Kaptol, steht auch ein Madonnenbrunnen. Für meine Gefühl wäre es hier schön, wenn man den Verkehr fernhalten würde.

Vom Kaptol zum Dolac sind es auch nur wenige Schritte. Der Dolac ist der Hauptmarkt der Stadt. Wir kamen gegen nachmittag, da war es bereits ruhig. Die obligatorischen Souvenirläden gibt es überall in der Stadt. 

Zum Abschluss laufen wir am Harat´s Irish Pub hinunter zur Ulica Ivana Tkalčića. Mit ihren vielen Bars, Kneipen und Restaurants in der Straße ist hier abends meistens richtig was los. Unser Weg endet dann wieder am Ban-Jelačić-Platz, wo wir uns gemütlich mit der Tram auf den Nachhauseweg machen. Lange Wartezeiten hat man an den Stationen nicht, wie üblich in anderen Städten.

Übrigens, klickt mal rechts. Bin gespannt wer von euch das wusste…? Ich bin selbst vor vielen Jahren beim Stöbern im Reiseführer drauf gestoßen. Erklärt, warum alle Statuen eine rote Krawatte trugen. 

Schon gewusst?

Fakt zum Thema Krawatte